Tradition des Organspendestages

"Tag der Organspende"

am 1. Samstag im Juni  + 4. Oktober


Lieber Besucher, lieber Arztkollege*,

wir möchten Sie zum "Tag der Organspende" informieren, der in Deutschland begangen wird:


1.    4. Juni - seit 1982 an jedem 1. Samstag im Monat Juni. -
           Siehe die Pressmeldung von KAO:
www.openpr.de/news/314934/Presseerklaerung-zum-Tag-der-Organspende-am-6-Juni-2009.html

2.    4. Oktober - in ganz Europa.

Pressemeldung der KAO-Vereinigung “Kritische Aufklärung Organspende”
http://www.offenes-presseportal.de/gesundheit_medizin/kritische_aufklaerung_ueber_organtransplantation_ev_zum_welttag_und_europaeischen_tag_der_organspe nde_41009_84666.html
 

                                                                                                                                                            

                                                        

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Keine Euphorie ...

Unter den (katholischen) Lebensrechtsärzten kommt es zu keiner Euphorie anläßlich des "Tages der Organspende".


Kritische Stellungnahme zu den Medienberichten zum 4.6.2011:

1) Wichtig:
- Das Organspendegesetz darf nicht liberalisiert werden, wie Frank Steinmeier (SPD) + Leute aus der CDU fordern,

- wir Ärzte + Prolifer müssen das volle Lebensrecht verteidigen und dürfen das alte "Hirntodmodell" nicht schweigend hinnehmen.

- Bitte an Ihren Freundeskreis weiterleiten, von alleine tut sich nur wenig in Sachen Lebensrecht.

- Man muss immer wieder darüber sprechen und auch auf die Ängste und Vorbehalte der Menschen eingehen! Sie ahnen nämlöich, dass man als 'Hirntoter' nicht ganz tot ist, sondern noch lebt!


- Auch in Ihrer Pfarrei sollte man bald einmal einen Infoabend zum Thema "Hirntod & Organspende - wirklich so sicher?" anbieten und halten.

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Prolife-Ärzte sagen ...

1) Europ. Ärztevereinigung Lebensrecht EPLD  + BKÄ- vereinigung Katholischer Ärzte

Über alle Medien hören Sie derzeit von der Pflicht zum Organspenden und vom Begriff "postmortal".
 
Bitte seien Sie wachsam, liebe Kollegen, denn das können und wollen wir so nicht aktzeptieren!
 
Das Thema "Organspende" geht wohl jeden von uns an, jedoch aus einer anderen Sicht,
nämlich aus der Sicht des Lebensrechts und der christlichen Lehre.
 
                                               Wir möchten Sie bitten:
 
a) - Informieren Sie sich genau zum Thema Organspende und Hirntod,
       www.epld.org   (Sonderseiten "Organspende") - auch hier auf der BKÄ-Website.
       
 
b) - akzeptieren Sie nicht so einfach die Begriffe
 
   -  "Postmortale Organspende" :
                       Hirntote leben noch, 
                       ihr Herz schlägt,
                       die Seele befindet sich noch im Körper
 
     - "Hirntote" - ein zweckdefinierter Begriff, damit man lebensfrische Organe entnehmen kann:
                         Hirntote leben noch,
                         Wartende Hirntote in der Klinik brauchen Seelsorge,
                         das sogenannte "Hirntodmodell" ist medizinisch und theologisch längst überholt
                         und inaktzeptabel.
 
 
Liebe Kollegen,
das Thema Hirntod & Organspende ist sehr aktuell, ernst, unbequem und dramatisch.
Nehmen Sie es dem Unterzeichnenden nicht übel, wenn er zum heutigen "Tag der Organpende"  dazu nicht schweigen kann.
 
Falls Sie können, beschäftigen Sie sich mit dem Thema und gehen Sie nicht mit dem Zeitgeist.

Setzen Sie sich als Arzt & Christ ein für das Recht auf Leben und den eigenen, persönlichen Tod
 
Mit freundlicher Empfehlung und verbunden im Gebet für die gute Sache und
mit freundlichen Grüßen aus München  -

gez. Dr. Gero Winkelmann, Leiter der EPLD, European Pro-Life Doctors, Deutsche Sektion, 2.6.2006

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Pressemeldung von 2006 ...

2) Die BKÄ-Ärzte (=ehemals KÄM) unterstützen die folgende Presseerklärung von 2006:

 

                                     2. Juni 2006, Tag der Organspende:

                   Kritiker fordern umfassende und ehrliche Aufklärung über Organspende

München (ALfA).
Anlässlich des Tags der Organspende am 2. Juni hat die' InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland' die bisherige Praxis der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kritisiert und eine offene, unvoreingenommene und umfassende Aufklärung über die Vorgänge bei einer Organentnahme gefordert.

Die bisherige Darstellung sei einseitig und fachlich fragwürdig, kritisierte Christian Frodl, Sprecher der Interessengemeinschaft, in einer Pressemitteilung vom 1. Juni.
Insbesondere bezüglich des Hirntodes und der Hirntodfeststellung zwecks Organentnahme werden nach Ansicht der Kritiker unpassende Fakten ausgeblendet und verschwiegen.

Nur wenn potentielle Spender auch über die andere Seite der Transplantationsmedizin informiert werden, sei eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Organspende möglich.


Das Hirntodkriterium als "Todesfeststellung", um "frische" Organe entnehmen zu können, sei aus zwei Gründen inakzeptabel und ungeeignet, so Frodl.
1. Denn nach Auffassung der Initiative und auch zahlreicher kritischer Forscher ist der Hirntod nicht der Tod des Menschen, sondern ein unumkehrbarer Prozess im Sterben, der durch die Transplantation unterbrochen wird und mit einem Sterben in Würde unvereinbar ist.

Bei Hirntoten gebe es viele Lebenszeichen:
So funktioniert z.B. das Herz-Kreislauf-System weiterhin bei künstlicher Beatmung, es sind noch Bewegungen möglich, einige schwangere Frauen mit Hirnversagen konnten ihre Kinder austragen und auf den Einschnitt bei der Organentnahme reagieren viele Hirntote mit ansteigendem Blutdruck.

2. Zudem sei das Hirntodkriterium als "Todesfeststellung" unzuverlässig.
Dies bestätige erneut der aktuelle Beitrag "Stiftung in der Kritik" im Deutschen Ärzteblatt Jg. 103, Heft 19 vom 12. Mai 2006 zur Problematik einer schnellen Hirntodfeststellung zwecks Organentnahme.

Dort hiess es wörtlich: "… Nicht selten werde zudem der Hirntod von Ärzten in kleineren Krankenhäusern, aber auch in Unikliniken fälschlicherweise vermutet oder nicht exakt nach den Richtlinien der Bundesärztekammer festgestellt.
Das DSO-Team aus Niedersachsen etwa habe bei knapp 50 Untersuchungen 21-mal den Hirntod nicht sichern Können, so Hermann Deutschmann", Neurologe und ehemaliger Leiter des mobilen Konsiliarteams der Region Nord unter Berufung auf eine interne Studie über, die DSO-Regionen Mitte und Nord-Ost.

Damit sei für Frodl klar, "dass die DSO wider besseren Wissens mit falschen Aussagen für die Organspende wirbt."

Auch Wissenschaftler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften in Rom kamen Anfang Februar 2005 in ihrer Stellungnahme "Brain death is not death" zu dem Schluss, dass man das vollständige Hirnversagen nicht feststellen kann und dass der Hirntod nicht der Tod des Menschen ist.
Siehe Info unter www.initiative-kao.de/der_hirntod_ist_nicht_der_tod.html

"Hier sollten sich insbesondere katholische Kirchenvertreter ein Beispiel nehmen und die von ihnen propagierte Position zur Organspende als Akt der Nächstenliebe überdenken", mahnte der Sprecher der Initiative.  (mehr)


Um den einseitigen Informationen von Organspende-Befürwortern wie der DSO und der BZgA entgegenzutreten, stellt die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland auf ihrem Internetportal unter www.organspende-aufklaerung.de kritische Informationen zur Organspende, Transplantation und zum Hirntod zur Verfügung.
Dort gibt es kostenlos zahlreiche Dokumente und Texte, News, einen wöchentlich aktualisierten Pressespiegel, Literaturhinweise, Adressen und Links, ebenso einen Ausweis für Nicht-Organspender.
Denn nur wer von beiden Seiten informiert ist, kann eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Organspende treffen.


Die Kehrseite der Organspende - zum Tag der Organspende am 2. Juni
Beim Werben um Organspende sind die Empfänger im Blickpunkt, denn ihnen soll mit einem fremden Organ geholfen werden.
Dabei gerät die Spenderseite aus dem Blickfeld. Die Initiative "Kritische Aufklärung über Organtransplantation" - KAO - möchte deshalb gerade am "Tag der Organspende" am 3. Juni das Augenmerk auf die Spender und ihre Angehörigen richten.
 

PRESSEMITTEILUNG Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO, 31.05.06
www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=235254

Organspenden: Stiftung in der Kritik, Bloess, Timo
Deutsches Aerzteblatt 103, Ausgabe 19 vom 12.05.2006, Seite A-1268 / B-1080 / C-1039
http://www.Aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=51328

Nicht-Organspenderausweis der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland im PDF-Format
www.kritischebioethik.de/nicht-organspendeausweis.pdf

Kritik am Organspendekongress 2008 in Rom  mehr

 

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Schluß

Vielen Dank für Ihr Interesse! Mit freundlicher Empfehlung
gez. 

Dr. Gero Winkelmann,
(Leiter der BKÄ-Ärztevereinigung)

 

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