Zürich 2011
Lieber Besucher, lieber Arztkollege,
eine Delegation des Bund Katholischer Ärzte aus Bayern besuchte den "2. Marsch für's Leben" in Zürich, um ein ärztliches Zeugnis für das Leben zu geben.
Ein großer Dank gilt den Organisatoren, allen Teilnehmern und vor allem der Züricher Polizei, die die 1500 Prolifer vor Angriffen schützten, sogar mit Wasserwerfern auf dem Helvetiaplatz.
Gründe ...
... für die Teilnahme als deutsche, katholische Prolife-Ärzte (Bund Katholischer Ärzte, München) an dieser hochrangigen nationalen Veranstaltung für das Leben:
1. Unterstützung der schweizerischen Lebensrechtsbewegung
2. Ein Zeichen der Solidarität für unser Nachbarland Schweiz und dessen
ungeborenen Kinder und Eltern und Ärzte.
3. Ein ärztliches Zeichen des tiefen Bedauerns und der Entschuldigung
und auch der Sühne für das, was ÄRZTE den unschuldigen ungeborenen
Kindern im Mutterleib und auch deren Eltern und der schweizer
Gesellschaft durch Abtreibung angetan haben.
4. Ein Aufruf an die Gesellschaft und die vielen Arztkollegen, aber auch
an die christlichen Kirchen in der Schweiz, sich noch mehr für den
Lebensschutz und die Achtung der Menschenwürde in ihrem Land
einzusetzen.
Zeugnis für das Leben ...
Beeindruckend waren die mehrfachen, klaren Zeugnisse für den Schutz von behinderten Menschen.
Eine junge Frau, die kleinwüchsig geblieben war,spach deutliche, klare Worte zu den 1500 Anwesenden.
Bedrückend war, dass diese Mitmenschen nur durch den Mut ihrer Mütter am Leben gelassen worden sind, denn heutzutage enschließen sich die meisten Eltern zu einer Abtreibung, wenn eine Behinderung des Kindes im Mutterleib festgestellt worden ist.
Heutige Praxis der Abtreibung
Der Moderator wies auf die heutige Praxis hin, behinderte Menschen:
- durch Pränatal-Diagnostik (mehr) und PID aufzuspüren,
- vom Recht auf Leben auszuschließen und abzutreiben
(Merke:
'Down-Kinder' im Mutterleib werden heute bis zu 95% getötet!)
Frauenärzte werden zum Verräter des behinderten Kindes:
Sie müssen deutlich und massiv zu Pränataldiagnostik raten, denn nach der Geburt von behinderten Babies werden sie von den Eltern potentiell in Regress genommen und müssen wegen des 'Schadens' lebenslang Alimente zahlen.
-
Die Waffen der Gegner
Waren es 2010 noch lediglich wütende Schreie am Rand des Helvetiaplatzes gewesen, hatten sich unsere Gegner in diesem Jahr massiv bewaffnet (!) und führten ständige Angriffe auf diese genehmigte Prolife-Veranstaltung:
- Beschimpfung mit starken Lautsprechern,
- Beschuss (!) mit Feuerwerksraketen, Böllern,
- Bewerfen mit Reis,
- Störung mit Trillerpfeifen, Trompeten, Hupen von allen Seiten,
Wasserwerfer im Einsatz
Nur durch den mehrfachen Einsatz des Wasserwerfers konnten die randalierenden Gegener von weiteren tätlichen Angriffen auf die teilnehmer frern gehalten werden.
Die lautstarke Störung war nicht zu verhindern, die Predigten und Zeugnisse waren nur durch die eigene, starke Lautsprecheranlage zu verstehen.
Einige kleine Kinder auf dem Platz weinten
Ärzte beim Marsch für's Läbe
Neben den beiden deutschen Ärzten waren auch mehrere schweizer Ärzte und auch zwei Medizinstudenten auf dem Helvetiaplatz präsent.
Es kam zu einige kollegialen Gedankenaustauschen.
Die deutschen Prolife-Ärzte haben sich gefreut, gemeinsam mit ihren schweizer Kollegen zu einer vereinten, deutlich sichtbaren und ärztlichen Lebensrechtsarbeit in der Schweiz aufzurufen.
Es wurde in diesem Zusammenhang vorgeschlagen:
- regionale katholische Ärztekreise auch in der Schweiz zu etablieren,
- für die Nordschweiz / Bodenseeregion ein regionales "Netzwerk für das Leben Bodensee" (mehr) einzurichten, an dem Lebensrechts- und Gebetsgruppen aus den 3 Anliegerstaaten teilnehmen.
Schluß
Mit allen guten Wünschen und mit freundlichen Grüßen
gez.
Dr. (I) Gero Winkelmann, Leiter des BKÄ-Deutschland
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