Streik der Klinikärzte - erlaubt?

Lieber Arztkollege und Besucher*,

die katholische BKÄ-Ärztevereinigung hat im Mai 2010 eine Umfrage unter ihren Mitgliedern gestartet, um eine christlich-ärztliche Meinung zum Thema zu hören:

                 Streik der Klinkärzte - dürfen christliche Ärzte streiken?

Die eingegangenen Antworten sind auf den nachfolgenden Abschnitten veröffentlicht worden:

 

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1. Dürfen christliche Ärzte streiken?

1) Sollen Christliche Ärzte striken dürfen:

JA:   Alle
  16 Teilnehmer (Niedergelassene)

Nein:  -


Gründe für eine Teinahme an einem Streik:

- "Warum nicht?"
- "Unsoziale Gesetze, antichristiche Entwicklungen, familienfeindliche Aktionen,

- "Ist doch lächerlich, warum dieser Ärztegruppe elementare Grundrechte vorenthalten werden sollten. Es wird kein Notfallpatient abgewiesen. (I)

- Unterbezahlung der Klinikärzte,

- Bewusstseinsbildung (RV),

- wenn es um eine gerechte Sache geht, sollten Streiks erlaubt sein!

- In der heutigen Zeit hat ein BERUF, von dem man leben können muß, nichts mit einer NÄCHSTENLIEBE im Einzelfall zu tun. Auch christlich geführte Häuser nehmen Menschen aus ...

- Verhandeln ist besser. Die GESELLSCHAFT baut aber darauf, dass wir aus sozialer Gesinnung zu jeder Kondition arbeiten. (WÜ)

- Typische "Ethikkeule". Streik ist Christenpflicht! (Köln)

- Bessere Arbeitsbedingungen, die es Ärzten erlauben, als Ärzte mit ihren Patienten ihre Zeit zu verbringen und nicht mit Büroarbeit.
- Bessere Arbeitszeiten, Nur ausgeschlafene Ärzte können auch gut arbeiten!
- SOLIDARITÄT mit Kollegen, die Kredite für Ausbildung abzahlen und zugleich Familien ernähren müssen.  (MB)

- Auch Ärze haben ein Recht auf Menschenwürde. (M)



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2. Nachteile durch einen Streik?

2)  Hat ein Streik Nachteile für das kath. Immage?


a)  Nein:
  - Fast alle.

b)  Doch:
- ... aber nur vermeintlich;- Kurzfristige Nachteile nach dem Motto "auch denen geht's nur ums Geld".   Erklärt man aber Patienten die unguten Verhältnisse, findet man Verständnis. (MB)

c) Vorteil:  Selbstverteidigung. (M)

 

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3. Kommentare

3)  Kommentare, Anregungen:

- Was hat der Glaube mit den ungerechten Zuständen im Gesundheitswesen zu tun? (WÜ)

- Ärzte sind keine Sklaven von Institutonen oder Kapitalgesellschaften, sondern sie dürfen auch darum kämpfen, angemessen entlohnt zu werden. (SIG)

- Nur ein daheim abgesicherter und über Freizeit verfügender Arzt kann es sich leisten, z.B. bei Projekten wie bei Nicht-Versicherten oder in Entwicklungsländern umsonst zu arbeiten und zu behandeln. (MB)

- Wie im Dritten Reich gilt es bei bestimmten Tendenzen (Eugenik, Präimplantationsdiagnostik, ...): Wehret den Anfängen!

- Es sollten auch die Patienten aktiv gegen die derzeitige Gesundheitspolitik vorgehen. (IN)

- Jesus hat den Tempel gereinigt. (M)

 



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