Frage 'konservativ'? - Kurz

Sehr geehrter Besucher,
liebe Arztkollegen und Medizinstudenten,


die Vereinigung Katholischer Ärzte, BKÄ, wurde gebeten, zur Frage "Was ist konservativ" Stellung zu nehmen.

In einer Umfrage wurde versucht, ein situationsgerechtes Bild der christlichen Ärzteschaft herauszufinden, insbesondere, was den Umgang mit derzeitigen problematischen Themen ('Pille danach' etc.) angeht.

Ein gedankenloses, bequemes Festhalten an nur 'konservativ' wäre kein Charakteristikum eines glaubenstreuen, christlichen Arztes in der heutigen Welt.

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Anfrage

.-----Ursprüngliche Nachricht---

Von: porsche-ludwig [mailto:porsche-ludwig@mail.ndhu.edu.tw]
Gesendet: Dienstag, 5. März 2013 06:55
Betreff: Einladung "Was ist konservativ?"

 

Sehr geehrter Herr Winkelmann,

Zusammen mit Prof. Juergen Bellers gebe ich einen Band 'Was ist konservativ? – Eine Spurensuche' heraus.

In diesem Band sollen Zitate zum Konservativismus aus unterschiedlichen Bereichen und Zeiten, u.a. von Wissenschaftlern, Politikern, Schriftstellern usw., zusammengetragen werden.
Die Zitate sollen nicht laenger als 20 Zeilen sein.
Der Band wird als gebundene Ausgabe im Verlag Bautz erscheinen.

Wir wuerden uns freuen, wenn wir auch Ihre Auffassung mit aufnehmen koennten:

Was verstehen Sie unter 'konservativ'?    

 

In der Hoffnung auf Ihr Mitwirken, Sie herzlich gruessend,

 Ihre Markus Porsche-Ludwig und Juergen Bellers

 

Prof. Dr. Markus Porsche-Ludwig

NDHU Hualien/ROC Taiwan

Graduate Institute of Public Administration

 

 

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Anfrage an Arztkollegen ...

FRAGE an katholische Ärzte:  "Was ist konservativ?"

 

Sehr geehrter Herr Professor,
danke herzlich für diesen Hinweis und Ihre Anfrage.
Ich werde ihn an das Leitungsteam des Bund Katholischer Ärzte (+ unsere Priester + Medizinstudenten) weiterleiten.

Vielleicht finden wir Ärzte einmal die Gelegenheit, unter uns in den Spiegel zu schauen, um das Positive am 'Konservativ sein' herauszufinden.

Momentan ecken wir an manchen Stellen an.

Denn wer will schon 'konservativ' sein, vielleicht von den Medien niedergemacht werden, vielleicht beunruhigt zu werden?

Mir stellen sich folgende Fragen:

1.  Hat ein heutiger Arzt überhaupt Lust, Zeit und Kraft , sich zu 'bewegen' und für das Gute zu kämpfen, vielleicht sogar vergeblich und für den Rest der Welt unverständnlich?

2.  Weiß ein Arzt genau, warum er für oder gegen etwas ist?
Insbesondere wenn das betreffende Thema für ihn fremd und unbequem ist (z.B. Pille danach, Homosexualität, Homöopathie, ...)?

Da ist es doch einfacher zu schweigen....


Aktuelles Beispiel:
Wer hat den Mut, als glaubenstreuer Arzt (Lebensrechtsarzt!) Christ und Katholik einem deutschen Kardinal in Sachen "Pille danach" zu widersprechen?
Wir sind verunsichert, einige Kollegen meinen sogar, einem Kardinal solle man prinzipilell nicht widersprechen.

 

Vielleicht läßt sich das konfliktreiche Thema "konservativ" hilfreich und konstruktiv nur mit einen gesunden 'Mix aus konservativ und zeitgemäß" lösen?

Vielleicht ist unsere kritisch-konservative Haltung bei diesem Punkt eigentlich ultramodern und einfach nötig?

Vielleicht wäre ein bloßes Schweigen von uns konservativen Ärzten selber negativ und 'modernistisch' und eben nicht konstruktiv?

 

Ich bin gespannt, was die verehrten Kollegen uns und Ihnen mitteilen.

Mit allen guten Wünschen und freundlichen Grüßen

 

Dr. (I) Gero Winkelmann

Leiter des Bund Katholischer Ärzte

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Schluß

Vielen Dank für Ihr Interesse!


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