Medizinische Risiken - kurz

Sehr geehrter Besucher,
lieber Arztkollege, Medizinstudent, ...


anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Medizin 2010 an Prof. Robert Edwards, dem Erfinder der Künstlichen Befruchtung, ist seitens der Kirche  (Vatikan, deutsche Bischöfe, Bund Katholischer Ärzte in Deutschland) deutliche Kritik geäußert worden.


Insbesondere nach der Ausstrahlung des Interviews mit dem Bayerischen Rundfunkt (Bayern 5, am Sonntag 10.10.2010) möchte die katholische Ärztevereinigung BKÄ folgende Risiken & Nebenwirkungen der Künstlichen Befruchtung in Erinnerung rufen:

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1. Folgen für die Frau

Die Frau muss sich bei der IVF (In Vitro Fertilisation) folgender Proleme bewusst sein:

- Wiederholte, oft vergebliche Punktion von reifen Eibläschen,

- Einnahme hoher Dosen von Hormonen,

- Tötung "überzähliger Föten" bei "Mehrlingsschwangerschaften" (nach der Einplanzung) in ihrem Mutterleib.

- 15% Erfolgsrate (= Lebendgeurt, sog. "Take-off-Rate") pro abgeschlossenem Behandlungszyklus.


Kurz:
- deutliches gesundheitliches Risiko,
- viele Enttäuschungen,
- finanzieller Aufwand, ....

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2. Folgen für den Embryo

a)  Die meisten Embryos gehen nach dem Befruchtungsversuch im Reagenzglas verloren (48 von 50).

Man spricht von den sogenannten "verworfenen Embryos".


b)  Mehrlingsschwangerschaften mit drohender "Mehrlingsreduktion", also dem gezielten Abtöten "überzählger Embryonen" (mittels Kaliumchlorid-Injektion ins Herz des kleinen Föten im Mutterleib).

Ärzte sprechen her von 'unfreiwilliger Euthanasie' in der Reproduktionsmedizin.



c)  Qualitätsuntersuchungen
( Pränataldiagnostik, PID - Prä-Implantations-Diagnostik (mehr)) führen vermehrt zum Verwerfen des Embryos vor der Einpflanzung oder zu späterer Abtreibung, wenn (vemehrt) Anomalien festgestellt worden sind.

Nicht alle Gendefekte sind durch PID erkennbar.
Daher folgt auch nach einer Einpflanzung nach wenigen Wochen die übliche Prä-Natal-Diagnostik ,it dem selben Ziel, geschädigte Föten aufzufinden (und 'auszusondern')!


d)  18 % der Einlinge kamen als Frühgeburt zur Welt
, vemehrt mit bleibenden Schäden:

-  2/3 zu geringes Eigengewicht,
-  3x mehr Entwicklungsstörungen,
-  IVF-Kinder mit mehr seltenen Krankheiten.


e)  Zweifel wachsen wegen vermehrter Erbschäden (durch Imprintingdefekte, tödlicher Fehlbildungen, fatale Entwicklungen in den ersten Tagen)


f)  Geschädigte und behinderte Kinder durch  IVF und PID (Folgen von Streß in der Schwangerschaft).
Diese Kinder  sind später anfälliger für Streß (wegen primärer Bindungsstörung im Mutterleib)


g)  Kinderpsychotherapeuten behandeln heute immer mehr IVF-Kinder mit typischen Zeichen:

- schwerer Ablösungsprozess von der Mutter,
- fühlen sich fremd in ihrem Körper, wie im Trance,
- schwache Psyche, vermeiden Körpekontakte,
- oft sog. "Schrei-Babies" gewesen.



(Quelle: Wiss. Tagung über Biomedizin an der Kath. Universität Eichsätt, Herbst  2007)

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3. Folgen für die Gesellschaft

Durch die Methoden der künstlichen Befruchtung wandelt sich unsere Gesellschaft von einer "Kultur des Lebens" in eine "Kultur des Todes":

- Menschliches Leben ist mach- und planbar geworden,

- kranke, mißgebildete,ungewollte Kinder können jederzeit ausgesondert werden,

- durch die diagnostischen Verfahren PID und PND werden nicht erwünschte, ungeborene Kinder aussoriert,
  eine SELEKTION in großem Stil findet Eingang in Medizin, Gesellschaft und Familie.
  Man selektioniert ohne Werte und Würde.


- man kann sich "Wunschkinder" bestellen und machen,

- der Arzt als Techniker und Schöpfer,

- die medizinische Wissenschaft und die Gesellschaft haben kein Verständnis für die Haltung und Forderungen der katholischen Kirche, das menschliche Leben und die Menschenwürde (des entsthenden Kindes, der Frau, des Ehepaares) zu schützen.

- Ein moralischer und ethischer Dammbruch entsteht, wenn es zur Verwendung von "Fremdsamen" kommt.
- ...


Vielleicht wird jetzt verständlich, wenn sich die katholische Kirche und hier auch die Mitglieder des Bundes Katholischer Ärzte (BKÄ) deutlich von der Künstlichen Befruchtung und der jetzt ausgesprochenen Ehrung der Erfinders mit dem Nobelpreis für Medizin distanzieren.

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4. Folgen für Ehe und Familie ...

Eine Kollegin aus dem Münchner BKÄ-Ärztekreis schreibt am 13.10.2010:

Ein ihr bekanntes Ehepaar, welches per IVF einen Buben geschenkt bekommen hat, lebt inzwischen getrennt.


Zusätzliches Risiko-Argument:
Starke Belastung der  Ehepartnerbeziehung durch die mit den hohen Hormongaben und die vielen Arztbesuche veränderte Psyche der Frau.

Die finanzielle und emotionale Belastung beider Ehepartner
in dem Befruchtungsverfahren.

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Schluß

Vielen Dank für Ihr Interesse! Mit freundlicher Empfehlung
gez. 

Dr. (I) Gero Winkelmann,
(Leiter der BKÄ-Ärztevereinigung)

 

 

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