Umfrage nach der Freigabe - kurz

Sehr geehrter Besucher,
sehr geehrter, lieber Arztkollege, APOTHEKER, Pharmazie- und Medizinstudent, Mitarbeiter, künftige Kundinnen,

die Vereinigung Katholischer Ärzte, BKÄ, reagiert auf die gesetzliche Freigabe der 'Pille danach' von der ärztlichen Rezeptpflicht in Deutschland befragt seit März 2015 Apotheken in ganz Deutschland

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Freigabe der PD - Umfragetext

Umfrage als pdf-Datei      hier     


Kein Spam, bitte dem Chef / Chefin, verantwortlichen Mitarbeitern vorlegen, danke!                                                                                                                                                                                                                                      

UMFRAGE unter - evtl. besorgten -  Apothekern zum Thema:

Abgabe der 'Pille danach'
ohne Rezept -
für Sie ein Konflikt?!

                                                                                                                                      März-2015, gw

Sehr geehrte Apotheker*,


seit kurzem darf die 'Pille danach' OHNE ärztliches Rezept in APOTHEKEN abgegeben werden.  Als Ärzte würden wir gerne kurz Ihre Meinung erfahren:

 

1.   Sind Sie* mit der neuen Regelung einverstanden?
2.   Oder sehen Sie einen Konflikt und Gefahren für sich und die Kundin?
3.   Wie wollen Sie auf die Anforderungen reagieren?


Vielen Dank für eine Antwort + freundliche Grüße aus München

 

 ** + Mitarbeiter, Christen, auch Arztkollegen und Prolifer. Datenschutz + Vertraulichkeit!

** Ärzte gegen potentielle Frühabtreibung, gegen Sexualisierung etc. durch die PD
    BITTE besuchen Sie unsere Website mit aktuellen Antworten und Links

BKÄ-Bund Katholischer Ärzte, Truderinger-Str. 53,  82008 Unterhaching Tel. 089 – 61 50 17 – 17, Fax –18,  www.bkae.org   (Sonderseiten:  Pille danach, Apoth.)  Mail: info[at]bkae.org 


       

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Kritische Fragen an Apotheker

Die BKÄ-Ärzte stellen sich folgende Probleme von (christlichen) Apothekern vor:

  Antwort an das BKÄ-Büro München,  Fax  089 – 61 50 17 18
Absender (Stempel, evtl. Konfess.):  ...

1)   Meine Meinung ist:                                


2)   Fragen:

-   Besteht jetzt ein Konflikt für Sie / Ihre Mitarbeiter?   
    0 Nein      
    Doch, derart: ……


-  Würden Sie sich weigern, die PD abzugeben?

-  Wo sehen Sie GEFAHREN für sich / die Kundinnen?

-  Welche gesundheitlichen 
    Sicherheitsmaßnahmen werden Sie fordern?
    (Anamnese, Checken von Risikofaktoren,  Dokumentation, …),

-  Wie Regressen bei Nebenwirkungen vorbeugen?
    (Schriftl. Einwilligung der Kundin, …?

-  Wie ist der Ablauf im NACHT-/ Wochenenddienst ?


3)  Meine Kritik / Wünsche:    
     0 Bitte weiter informieren      0 ….

4)  Sonstiges:

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Meine grundsätzliche Meinung als Apotheker:

Aus Augsburg (BY):
Notfall-Kontrazeption sollte unter ärztlicher Aufsicht / Aufklärung erfolgen.

Aus Erfurt (Thü):
Die Entscheidung ist nicht glücklich, aber geltendes Recht.

Bei Passau (BY-Wald):
Eine Freigabe wäre nicht nötig gewesen;
hätte durchaus im Bereich oder in den Händen der Ärzte bleiben sollen.

Aus München-West:  Einverstanden.

Bei Traunstein, Obb.:   Wäre nicht nötig gewesen. Ist Sache des Arztes.

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1. Jetzt ein Konflikt für den Apotheker?

 

1) Besteht jetzt ein Konflikt für Sie / Ihre Mitarbeiter?   
    0 Nein      
    0 Doch, derart: ……

Antworten:

Aus Würzburg:    Nein

Aus Sachsen:  
Typisch EU, Liberalisierung ausgerechnet bei ethisch bedenklichen Fragestellungen.

Aus Memmingen (BY):  Nein.

Aus München-Land-Süd:
Die Entlassung der PD aus der Rp-Pflicht empfinde ich als falsch.

Aus Stuttgart-Land-West (BW):   NEIN!

Aus Schwaben-West (BY):  Bedingt Ja.

Aus Augsburg (BY):  JA!
Gute Beratung in der Apotheke mag es geben jedoch eine vorliegende Schwangerschaft kann nur mittels SS-Test durch die Kundin ermittelt werden.
Fall nicht korrekt durchgeführt evtl Abgabe trotz bestehender SS?

Aus Erfurt (Thü):  Nein

Bei Passau (BY-Wald):  Nein

Aus München-West:  Nein

 

Apothekerin aus Karlsruhe:    Ja

Bei Traunstein, Obb.:     Ja, obwohl grundsätzlich
                                       das Verweigerungsrecht stark eingeschränkt ist.



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2. Die Abgabe verweigern?

 Würden Sie sich weigern, die PD abzugeben?

Antworten:

Aus Würzburg:    Nein, weil alle Untersuchungen ähnlich sind wie früher

Aus Sachsen:  
- Lt, BAK besteht die Pflicht zur Abgabe!
- tendiere trotzdem zur Abgabeverweigerung ohne ärztliche Verordnung.

Aus Memmingen (BY): 
Ich werde mich natürlich nicht weigern, weil die Kundin sonst in die nächste Apotheke geht!

Aus München-Land-Süd:
Wir dürfen uns nicht weigern, da wir eine Versorgungspflicht haben.
Allerdings wird die PD bei uns weder auf Lager gelegt, noch verpflichte ich meine Mitarbeiter, sie abzugeben. Ich selber als Apothekerin werde sie nicht abgegeben und meine Mitarbeiter können nach ihrem Gewissen entscheiden.

Aus Stuttgart-Land-West (BW):   NEIN!

Aus Schwaben-West (BY):  
Ich nutze die Kundenkontakte zur Information.
Eigentlich dürfte ich keine Arzneimittel mehr abgeben, wenn ich weiß, wie sie
auf den Markt gedrückt werden.

Aus Augsburg (BY):
Bei Risikofaktoren,
- bei Zweifel am Verständnis der Kundin, 
- bei Unsicherheit bezüglich der Menstruation.

Aus Erfurt (Thü):  
Nein, jedoch nur nach intensiver Beratung.

Bei Passau (BY-Wald):
Nur wenn medizinische Gründe dagegen sprechen.

Aus München-West:
Nein,
Nur in begründeten Einzelfällen.

 

Apothekerin aus Karlsruhe:    Am liebsten JA; wenigstens per ärztl. Rezept

Bei Traunstein, Obb.:  In bestimmten Fällen, in denen ein Arztrezept nötig ist;
                                    auch bei Mädchen unter 16 Jahren.

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Vorbereitung als Apotheker

In den ersten 200 Umfragen haben wir die Apotheker gefragt:

Wie sind Sie und Ihre Mitarbeiter ausgebildet und vorbereitet?


Aus Würzburg:   Schulungen der Kammer / intern

Aus Sachsen:  Dafür haben wir zu wenige Angestellte; ohne vorherige Terminabsprache ist eine Beratung nicht immer möglich.

Aus München-Land-Süd:
Klassisches Studium + Fortbildungen + ausgiebige Diskussionen in den letzten Wochen.

Aus Schwaben-West (BY):  Teamschulung der Apothekerkammer und  schriftliche Handlungsanweisung.

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3. Probleme & Gefahren bei der Abgabe der PD

  Wo sehen Sie GEFAHREN für sich / die Kundinnen?

 Antworten:

 Aus Würzburg:
-  Bevorratung
-  die Schwelle wird niedriger sein, die PD als 'Regelverhütung zu verwenden.

Aus Sachsen:
Früher oder später wird das Versandhandelsverbot nicht mehr greifen.
Die führt zu einer
Bevorratung der PD durch Frauen.

Aus Memmingen (BY):  Welche 'Gefahren' sehen Sie bei OTC-Arzneimitteln?

Aus München-Land-Süd:
Vor allem in Nebenwirkungen und einer möglichen abortiven Wirkung.

Aus Stuttgart-Land-West (BW):   Keine

Aus Schwaben-West (BY):  
Pille und PD verschieben in unverantwortlicher Weise das physiologische Gleichgewicht, da durch die Schilddrüse gesteuert wird.

Aus Augsburg (BY):
Evtl. wird ein fahrlässiger Umgang mit Verhütungsmitteln gefördert.

Aus Erfurt (Thü):
Kundinnen legen sich einen Vorrat an PD an.
Solch ein Verhalten lehnen wir ab.

Bei Passau (BY-Wald):
- Kundinnen verharmlosen das Präparat / dessen Wirkung,
- Kundinnen wollen nicht beraten werden.

Aus München-West:
Wir sehen keine größeren Gefahren als bei der Abgabe anderer Medikamente.

Apothekerin aus Karlsruhe:    
- Cave Mißbrauch bei Jugendlichen und Prostituierten,
- Herabsetzung der Hemmschwelle (Kauf durch Mann, Eltern, Zuhälter),
- Manche Ausländer verstehen die Fragen und die Aufklärung nicht.
- Bedrohung durch den nachts alleine arbeitenden Apotheker.

Bei Traunstein, Obb.: 
-
Kundin:     Begünstigt leichtfertigen Umgang mit der Empfängnisverhütung.
-
Apotheke:  Haftungsfragen noch weitgehend ungeklärt.

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4. Welche Sicherheitsmaßnahmen?

Welche gesundheitlichen Sicherheitsmaßnahmen 
werden Sie fordern und treffen?

    (Anamnese, Checken von Risikofaktoren,  Dokumentation, …),

 

Antworten:

Aus Würzburg:   Nach Checkliste der ABDA, zu unterschreiben

Aus Memmingen (BY):  Nein.

Aus München-Land-Süd:
Soweit das möglich ist natürlich eine Abklärung von Risikofaktoren, der Einnahme anderer  Medikamente und Vorerkrankungen.

Aus Stuttgart-Land-West (BW):   Optimale Beratung durch die Apotheke!

Aus Schwaben-West (BY): 
Checken von Risikofaktoren, Dokumentation.

Aus Augsburg (BY):
- Checkliste zur Beratung,
- wird zusammen mit der Kundin durchgeführt und von ihr unterschrieben.

Aus Erfurt (Thü):
- Fragebogen der BAK,
- Dokumentation.

 

Bei Passau (BY-Wald):
- Wir machen eine ausgiebige Anamnese,
- + Dokumentation + Unterschrift der Patientin.

Aus München-West:
- Anamnese,
- Checkliste,
- Dokumentation etc. - in Einzelfällen sinnvoll.

 

Apothekerin aus Karlsruhe:    
- Im Notdienst kaum möglich,
- manche Ausländer / Kunden in Eile / bedrängte Frauen etc. verstehen die Fragen + Ratschläge nicht oder nicht richtig.

Bei Traunstein, Obb.:   Abgabe nur nach Abgabe-Checkliste der
                                      Apothekerkammer

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5. Als Apotheker etwaigen Regressen vorbeugen

Schutz der Apotheke:
Wie etwaigen Regressen bei möglichen oder tatsächlichen späteren Nebenwirkungen oder Mißbrauch vorbeugen?
    (Schriftl. Einwilligung der Kundin, …?


Antworten:

Aus Würzburg:  Unterschrift auf Checkliste.

Aus Memmingen (BY):  Wollen Sie das wirklich bei jedem OTC-Arzneimittel praktizieren?

Aus München-Land-Süd:
Sehr schwierig.
Die Haftpflichtversicherung zahlt wohl nur bei Abgabefehlern.
Wir erwägen ein Beratungsprotokoll mit Unterschrift der Kundin.

Aus Stuttgart-Land-West (BW):   Durch optimale Beratung durch die Apotheke abgesichert!

Aus Schwaben-West (BY): 
NW werden bisher unter den Tisch gekehrt und werden auch in Zukunft nicht zugeordnet und somit nicht ins Gewicht fallen.

Aus Augsburg (BY):
Durch eine unterschriebene Checkliste.

Aus Erfurt (Thü):
- keine Abgabe an nicht Betroffene,
- die Betroffene trägt die Haftpflicht,
- der Name der Kundin darf nicht dokumentiert werden

Bei Passau (BY-Wald):  Siehe oben.

Aus München-West:
-  Schriftl. Einwilligung der Kundin wird bei anderen Medikamenten auch nicht gefordert.
- Abgabe an Boten nicht erlaubt.

Apothekerin aus Karlsruhe:    Noch gar nicht geregelt.

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6. Praktischer Ablauf im Notdienst

Wie ist der praktische Ablauf im schwierigen NACHT-/ Wochenenddienst der Apotheke ?

 (Extra-Raum? Coram publicum vor der Türe? bei schlechtem, Wetter, bei vielen wartenden Notdienstkunden?)

Antworten:

Aus Würzburg:
Auch hier geht es, wenn man will, ohne Publikum und vor der Türe.   

Aus München-Land-Süd:
Durch die Notfallklappe fast nicht möglich. Absoluter Irrsinn!

Aus Augsburg (BY):  Checkliste unterschreiben lassen...

Bei Passau (BY-Wald):
Nur bei entsprechender Eignung der Patientin / Kundin.

Aus München-West:
- Wurde noch nicht praktiziert,
- könnte problematisch werden, gerade wenn eine sehr ausführliche Beratung nötig wäre.

 

Apothekerin aus Karlsruhe:   
- Chaos im  vor der Apotheke,
- Eilige Kunden sind ungeduldig, wollen sich nicht erklären,
- begründeter Verdacht des Kaufs auf Vorrat,
- Kundín / Mädchen nicht anwesend, 


 

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7. Sonstiges, Wünsche / Anregungen

Meine Kritik / Wünsche als Apotheker:    

 

Antworten:

Aus Würzburg:  
Die Befähigung zur Benutzung einer Checkliste und die Fähigkeit zum Erkennen des Vorspielens falscher Tatsachen gehört in Apotheken zum Standardrepertoire.
Individuelle Beurteilung. -
Meine eigenen Interessen muß ich aber niemandem aufzwingen.

 

Aus Memmingen (BY):  Sehen Sie es doch einfach als  ...
Schlafen Sie trotzdem ruhig!

Aus München-Land-Süd:
Eine offizielle Möglichkeit zur Verweigerung der Abgabe der PD, ohne daß man sich gegen das Gesetz stellen muß.
Eine Abgabe nur an die
Kundin selbst.

Bei Minderjährigen trotzdem nur gegen Rezept und die Führung eines  vorgegebenen Protokolls (evtl. von der Kammer / Verband) mit Gegenzeichnung der Kundin.
Und selbst dann finde ich es  
unverantwortlich, ohne vorangegangene Untersuchung und Zyklusbestimmung die PD abzugeben.

Aus Augsburg (BY):
- Die Entwicklung beobachten,
- dann weitere Maßnahmen ggf. einleiten.

Aus Erfurt (Thü):
Vorschlag: Abgabe nur auf den Apotheken-Notdienst beschränken.

Aus München-West:
Merke: Die 'Pille danach' ist keine Abtreibungspille!

Apothekerin aus Karlsruhe:    
- Zumindest Rückkehr zum ärztlichen Rezept.
- Mißbrauch vermeiden / einschränken.



 

 

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Kommentar & Meinung

Einige Apotheker und Apothekerinnen haben in der Fax-Umfrage detailliert und beeindruckend ihre Meinung dargelegt:


Aus Schwaben-West (BY): 
- Politische und gesellschaftliche Vorbilder brauchen die PD, um den 
Wertverfall ungetüncht leben zu können.
- Frauen werden noch mehr zum Freiwild.
- Vergnügen ohne Verantwortung wird zum Anspruch und hat Auswirkungen bis in die Arbeitswelt.
- Das Fundament unseres Grundgesetzes, der christliche Glaube und die sich daraus ergebenden biblischen Grundwerte werden mit Füßen getreten.
- Diese Unordnung im persönlichen Leben führt zu psychisch instabilen Personen (nicht Persönlichkeiten), die von der Folgegeneration als Vorbilder angesehen werden. Wirkliche Persönlichkeiten gibt es erst recht kaum noch.

Bei Passau (BY-Wald):
Bei beiden freigegebenen Wirkstoffen habe ich aus Glaubensgründen weniger ein Problem als bei den 'normalen' Antibabypillen.
Die hormonelle Verhütung ist streng genommen nach
AMG sowieso kein Arzneimittel.
§ 2 AMG:  'Heilung oder Linderung oder Verhütung menschlicher (....) Krankheiten.'
Das dürfte auf eine Schwangerschaft kaum zutreffen!

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Fachliche Fragen tauchen auf:

Die BKÄ-Umfrage vom März 2015 unter Apothekern führte zu folgenden Anfragen:

Aus Sachsen: Es stellt sich mir ein fachliches Problem:
- Woher weiß ich, ob nicht schon eine Befruchtung stattgefunden hat?
  Wenn ja, was dann?

- Lt. BAK können weder UPA noch LNG eine bestehende Schwangerschaft beenden:

a)  Anwendung der PD also nutzlos.
b) Spätere Regressansprüche seitens der Kundin, weil trotzdem schwanger?

Falls doch nicht nur Wirkung auf den Eisprung:
Kommt es dann zu einer frühabtreibenden Wirkung? 
Dies ist für mich ethisch nicht zu vertreten.

Einziger Grund, die Abgabe zu rechtfertigen wäre: 
Lieber eine Frühabtreibung statt später eine Spätabtreibung ('kleineres Übel').

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Christliche Aspekte der Befragung

Aus Sachsen:  Anmerkung:
Danke, daß wenigstens von katholischer Seite etwas kommt.
Bei der EKD scheint Funkstille zu herrschen!
(Bin mittlerweile freikirchlich orientiert...)

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Einladung zur Mitwirkung

Sehr geehrte Apotheker und Mitarbeiter,
die Sie diese Website mit Interesse gelesen haben und uns in unserer Haltung unterstützen:

Gestatten Sie uns, Sie zu zwei Initiativen für Apotheker einzuladen:

1.  'Apotheker für das Leben'
Wir BKÄ-Ärzte wollen Pate sein für ein solches erstes Projekt in Europa nach
US-amerikanischem Vorbild (www.pfli.org )!
Gibt es einige Apotheker, die in ihrem Beruf aktiven Lebensschutz betreiben und mit anderen gleichgesinnten Kollegen und Ärzten zusammenarbeiten wollen?

Sonderseite hier
BKÄ-Flyer    hier

2.  Engagement als christliche / katholische Apotheker:

a)   Kreis / Bund Katholischer Apotheker       hier
      BKÄ-Flyer für Apotheker:                       hier
      Flyer 'Umfrage zum Thema Kreuz in der Apotheke'    hier
      Flyer

b)   St. Magnus-Apothekergilde:       www.apothekergilde.de/ 

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Information der Apothekerverbände

31.3.2015: Aus aktuellem Anlaß (Notfall in Karlsruhe) und immer mehr besorgten Antworten von Apothekern hat der BKÄ einen Rundbrief an deutsche Apothekerverbände versandt:

Rundbrief als pdf-Date   Hier

 

 

RUNDBRIEF an
Apothekerverbände und die Fachpresse
- Protest gegen die 'Pille danach' -

                                                                                                 

 

Betr.:    Abgabe der 'Pille danach' ohne ärztliches Rezept

Hier:     Erste bittere Ergebnisse einer Umfrage unter Apothekern
             Aufruf, die 'Pille danach' nicht abgeben zu müssen

 

                                                                                                       31-3-2015,  gw

Sehr geehrte Damen und Herren Apotheker und Verantwortliche,


seit dem 16.3.2015 hat unsere Ärztevereinigung ca. 800 Apotheken* eine Fax-Umfrage zugesandt.

Bisheriges Ergebnis:

-    11 haben geantwortet, 4 Apotheker lehnen die PD voll ab,
-    andere wünschen sich die Rückkehr zum ärztlichen Rezept
-    das heikle Thema ‚Nidationshemmung‘ wird meist verneint, interessiert kaum.

Jedoch auch:
-  Skepsis, von der Pharmaindustrie über die Nebenwirkungen und Gefahren nicht
    richtig informiert zu werden;
-  unter Abgabedruck zu stehen (Erwartungen, Zwang, Bedrohung von Kunden),
-  Mitwirkung an der Senkung der Hemmschwelle, (sich) die PD zu besorgen.

 

 

Ein aktueller, trauriger Fall von HEUTE Nacht in Karlsruhe:


Eine diensthabende Apothekerin, die gestern Abend die Fax-Umfrage erhalten hat,  berichtet mir telefonisch:
Ein ausländischer Mann – wohl Zuhälter – versucht alleine, an das Schaufenster der Apotheke klopfend und dann  radebrechend eine ‚Pille danach‘ zu erhalten.
Nach einer Stunde kommt er mit einer verstört wirkenden, nicht (deutsch) sprechenden Frau ‚im Schlepptau‘ wieder vorbei  – und erhält so die PD.

Offensichtliches Problem:
Die PD wird wohl auch als Verhütungsmittel bei Prosituierten unter Zwang benutzt, die Verkehr OHNE Kondom durchführen müssen und somit viel höhere Preise erzielt werden können. -

 

 

Die BKÄ-Ärzte unterstützen ihre Apothekerkollegen (zumindest die besorgten, ethisch denkenden):

- die ‚Pille danach‘ nicht abzugeben, bzw. abgeben zu müssen,
- sich nicht dem Zeitgeist und dem Druck von Pharmaindustrie, Politik, Verbänden,
  Männern  zu unterwerfen,
- einen Schutz vor fordernden, wütenden Kunden speziell im Notdienst zu erhalten.

Konkret:
-   Keine Abgabe der 'Pille danach' unter Streß, Zeitnot und Angst vor Bedrohung
    im Notdienst,
-   und unter Furcht, unzufriedene Männer und Gruppierungen könnten die
    Apotheke beschädigen bei Verweigerung der PD (wie 2013 in Berlin!)

 

 


Der BKLÄ führt gerade eine weitere, ähnliche Umfrage unter ÄRZTEN und Frauen-ärzten durch, um auch medizinische Argumente gegen die ‚Pille danach‘ zu sammeln.    

Wir bitten um Kenntnisnahme und um Schutz Ihrer Apothekerkollegen.

Wir freuen uns auf einen Gedankenaustausch – zum Wohl der Menschen.

 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und freundliche Ostergrüße aus München

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Schluß

Vielen Dank für Ihr Interesse! Mit freundlicher Empfehlung
gez. 

Dr. (I) Gero Winkelmann, 
(Leiter der BKÄ-Ärztevereinigung)

 



1. Gerne senden wir Ihnen Informationsmaterial (kath. Ärzte, Apotheker) zu, auch zum Weitergeben. 
Bitte bestellen unter info[at]bkae.org 

2. Weitere Infos auf dieser Website unter: 
Kurz, aktuell, Interesse & Mitarbeit, 

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