Umfrage Nr. 4-2015 - kurz

Sehr geehrter Besucher,
liebe Arztkollegen, Medizinstudenten, Geistliche, Interessenten,



der Arbeitskreis Homosexualität vom Bund Katholischer Ärzte (Deutschland) hat in Verbindung mit dem Forschungskreis Homosexualität eine 4. Umfrage unter den katholischen Ärzten, Psychotherapeuten und Geistlichen gestartet:

Es war notwendig geworden, den Begriff 'Ungerechtfertigte Herabsetzung Homosexueller' zu klären, zumal dieser von schweizer Kirchenoberen in der Reaktion auf die Diskussion um die Fuldaer Rede des Churer Bischofs Vitus Huonder mehrfach gebraucht wird.

Die BKÄ-Ärzte versuchen die Hintergründe zu diesem Begriff und zu den Forderungen des Abtes des Klosters Einsiedeln zu erforschen.




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Begleitbrief zur Umfrage Nr. 4

Am 14.8.2015 wurde folgende Umfrage versandt:

Liebe Kolleginnen und Kollegen vom Bund Katholischer Ärzte, in Deutschland und in der Schweiz,
verehrte Geistliche, Gäste und Ratgeber,

 

auch wenn Ihnen das Thema Homosexualität vielleicht schon über ist:

Das Drama in der Schweiz nimmt immer größere Ausmaße an, nachdem der Einsiedler Abt Urban Federer eine Stellungnahme zu Bischofs Huonders Fuldaer Rede veröffentlicht hat.

Es tauchen immer mehr theologisch-psychologische Fragen auf, bei denen wir (interessierten katholischen) ÄRZTE nicht einfach wegsehen können, sondern vielmehr gefordert sind.

Problem:
1.  Die (schweizer) KIRCHE selber zerfleischt sich u.E. gerade mit den tollsten Argumenten, nachdem Bischof Vitus Huonder in FULDA Klartext geredet hat.

(Fast peinliche Argumentationen werden ins Feld geführt, wie z.B. 'verantwortete Sexualität bei Homosexuellen'  (sic! Brrr…) -
Gesundheitliche und seelische Aspekte werden jedoch völlig verschwiegen…)

2.  Vielmehr zitiert man den Hl.Vater und den Katechismus und beruft sich darum, 'niemanden ungerecht herabzusetzen', zu diskriminieren.
(Dieses bisher akzeptierte Argument erscheint immer mehr als interne Waffe gegen unliebsame Kritiker und auch Kirchenleute!)


Wir vom BKÄ-Leitungsteam haben uns mehrfach Gedanken gemacht und uns entschlossen, Ihnen eine weitere UMFRAGE zuzumuten, damit wir theologisch-medizinische Basisarbeit leisten können, um den leidenden, umkehrwilligen Homosexuellen und vor allem der KIRCHE zu helfen.

Wir würden von Ihnen gerne wissen, wie Sie / wir mit dem Begriff 'ungerechte Herabsetzung' umgehen müssen!
(Nur ein Totschlagargument oder wirklicher 'Wink mit dem Zaunpfahl' / Warnschuß gegen Gender-Kritiker etc. - aus den eigenen kirchlichen  Reihen)

(Nebenbei: Homosexuelle Priester - gleich welchen Rangs - haben einstmals möglicherweise Einfluss auf die Formulierung des Katechismus (2357-2359) gehabt?

Wir Ärzte könnten überlegen, inwiefern einmal diese Katechismus-Texte kirchlich-medizinisch aktualisiert werden könnten und müssten .)

Für uns Ärzte ist all dies ein heikles Feld, auf dem zu arbeiten einige von uns wohl berufen sind, und eine weitere 'Front' (= leider die Kirche), die dringend bedient werden muss.
(z.B. durch Hilfestellung + Brief an Bischöfe, korrekte Website zur Meinungsbildung!)

 

Morgen einen gesegneten Feiertag ' Mariae Himmelfahrt'.
Vielen Dank + freundliche Grüße

Ihr

 

Dr.(I) Gero Winkelmann

Leiter der BKÄ-Ärzte

D-82008 Unterhaching b. München
www.bkae.org  (neu upgedatete Website mit Sonderseiten Schweiz, Bischöfe,…- mit Links zu den Originalquellen)

PS: Diese Meldung gerne an Ihren Bekanntenkreis weiterleiten.
Gerade aus theologisch-priesterlicher Sicht freuen wir uns auf hilfreiche Reaktionen.

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Umfragetext Nr. 14

Hier der Text online:

Eilige Umfrage Nr. 4-15

 „Was ist ‚ungerechte Herabsetzung‘ von Homosexuellen?“ 
                     
Nach der Fuldaer Ansprache + Proteste schweizer Kirchenoberer

 

Liebe Kollegen vom BKÄ-Arbeitskreis und – Forschungskreis FHK, verehrte Gäste,

in der derzeitigen heißen Diskussion um den Hinweis von Bischof Vitus Huonder in Fulda auf Levitikus und die Begriffe ‚Gräuel‘ und Tod, haben sich kürzlich weitere schweizer Kirchenobere zu Wort gemeldet.

                                     Neueste Erklärung aus der Schweiz:
Abt Urban Federer OSB von Einsiedeln:

-         sieht Homosexuelle als ‚Freunde Gottes‘,

-        die Kirche dürfe sich an Homosexuellen freuen (??) als Gottes geliebte Kinder!  

-        Er führt den Ausspruch von Papst Franziskus an, man solle Gott suchende Homosexuelle nicht diskriminieren und nicht richten. - So argumentiere auch der Katechismus (Abschnitt Keuschheit und Homosexualität2357–2359) 

 

U.E. ist jetzt eine Vernebelung von kirchlicher Seite aufgetreten:
-  Niemand spricht in den Stellungnahmen mehr von Sünde, Unzucht, etc.
-  gesundheitliche Gefahren werden übergangen und relativiert,

-  eine UMKEHR und HEILUNG der Homosexuellen wird verdrängt, ebenso 
   die dafür nötige Seelsorge und neue ärztliche Therapiemöglichkeiten,
-  ihr Seelenheil und unsere Mitverantwortung dafür (als Konsequenz aus dem 
   kritisierten Buch Levitikus) wird nicht erwähnt,
-  Kritiker 
(wie Bischof Huonder und seine Sympathisanten, z.B. Gender-Kritiker wie wir Ärzte) werden vielmehr mundtot gemacht mit Begriffen wie ‚Liebe‘, ‚verantwortlicher Umgang mit der Sexualität‘ (?? – Sollen wir das glauben?) etc.

Kurz:  
Die hohen Theologen blamieren sich + die Kirche derzeit in medizinischer Sicht,
 schädigen die Betroffenen und Gefährdeten, 
und leiten den seit langem schwelenden Konflikt auf ein falsches Gleis.

Hierbei sind leider auch freundliche, unbedarft wirkende Formulierungen durch den Hl. Vater und den Katechismus schuld … 

Niemand denkt an Papst Benedikt XVI, 
der 2005 durch seine Vatikanische Instruktion homosexuelle Studenten und Priesteramtskandidaten aus den Priesterseminaren austreten ließ und die Weihe verweigerte.

Für uns ÄRZTE also ein heikles Feld und eine weitere ‚Front‘(Kirche!), die bedient werden muss. 
Daher sind zunächst ein gutes Studium + Aufarbeitung nötig, um klare Information und Richtigstellung zu ermöglichen und der KIRCHE zu helfen!

Herzlichen Dank für Ihre Antwort und Beratung. Freundliche Feriengrüße

 

                           (Dr. Gero Winkelmann, Leiter des BKÄ + AK-Homosexualität / Dr. Karl Steudel, LI)          
Quellen: Siehe unsere neue Website

BKÄ – Bund Katholischer Ärzte Deutschland, + FKH, Ltg. Dr. (I) Gero Winkelmann, Prakt. Arzt, Truderinger Str. 53, 82008 Unterhaching, T. 089 – 61 50 171-7 Fax -8, info[at]bkae.org, www.bkae.org

   

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Fragen der Umfrage

       Fax-Antwort an das BKÄ-Büro München:  089 – 61 50 17 18;  

NAME.: ………


Thema    ‚Ungerechte Herabsetzung Homosexueller‘ (Nr.4-15):

1)   Wie verstehen Sie Abt Federers Meinung?
(Oder wie sollten wir BKÄ-Ärzte diese verstehen?)

-  Homosexuelle als ‚Freunde Gottes‘:
-  Homosexuelle als ‚Gottes geliebte Kinder‘:


2)   Sollten wir oder die Kirche aktive, militante Homosexuelle von Gott suchenden (also umgekehrte, bekehrt, geheilten) unterscheiden?


Gibt es überhaupt einen ‚Gott suchenden, jedoch militanten und die Kirche kritisierenden, den kirchlichen Segen erheischen wollenden Homosexuellen?



3)  Begriff  ‚Ungerechte Herabsetzung‘:

-  Was verstehen Sie darunter?

-  Was sollen Kirche und Christen / Ärzte darunter verstehen?

-  Was soll durch diesen (Kritiker verurteilenden) Begriff signalisiert werden?

-  Wann, wo und durch wen ist dies praktiziert worden?

   Wen konkret sollen die Vorwürfe
(‚Herabsetzung‘)  von Papst/ Katechismus /
   Bischöfen treffen?  Wer soll damit abgewehrt werden?

- Fällt die Verwendung ‚harter‘ Begriffe wie Unzucht, Gräuel etc. auch darunter?


4)  Gibt es im Gegensatz dazu eine ‚gerechte Herabsetzung‘?


5)  Müsste daher eigentlich nicht der kath. Katechismus redaktionell geändert werden
, weil der Begriff ‚ungerechte Herabsetzung‘ tendenziös, verurteilend, permissiv und keine Hilfe erlaubend (aktive Homosexuelle kämpfen ja vehement, sich nicht helfen zu lassen, die ICD-10 Ziffernwurden abgeschafft, BKÄ darf nicht an Katholikentagen ausstellen etc.)

Zu Nr. 2358:  - Ich erkenne keine leidenden Homosexuellen in einer ‚Prüfung‘, sondern eiskalte, belastete Menschen, die ihre Ziele erreichen wollen und darauf hinarbeiten, daß liberale Christen und Theologen die Homosexuellen akzeptieren, ihnen z.B. eine kirchliche Weihe zu ermöglichen und sie nicht zur Umkehr bewegen, jedoch daß Kritiker / Helfer drangsaliert u. geschwächt werden.(Anzeige).

6)  Thema *Heiliger Vater und Homosexualität‘?


7)  Sonstiges / Rat





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Schluß

Vielen Dank für Ihr Interesse!

 



1. Gerne senden wir Ihnen Informationsmaterial zu, auch zum Weitergeben. Bitte bestellen unter info[at]bkae.org 

2. Weitere Infos auf dieser Website unter:
Kurz, Interesse & Mitarbeit, 

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