'Pille danach' in Köln - kurz
Sehr geehrter Besucher,
lieber Arztkollege,
die katholische Ärztevereinigung BKÄ und die European Pro-Life Doctors distanzieren sich von der Verurteilung von katholischen Frauenärzten in katholischen Klinikambulanzen, sie machten sich mitschuldig an der Verordnung der (evtl. frühabtreibenden 'Pille danach' durch Bereitschaftspraxen.
Am 21.1.2013 wurde in der Kölner Presse diesen frommen Lebensschützern eine Mitschuld am abweisenden Verhalten von Kölner Klinikärzten gegeben, die sich am 15.12.2012 geweigert hatten, eine forensische Untersuchung bei einer möglicherweise vergewaltigten 25-järhigen Frau vorzunehmen.
(Mehr)
Der BKÄ hat am 21.1.2013 eine Umfrage unter seinen Ärzten und vielen christlichen Lebensrechtlern versandt, wie diese zu diesen Vorgängen und Vorwürfen stehen.
Distanzierung
BKÄ- und EPLD-Ärzte distanzieren sich von allen diskriminierenden Aktionen und unterstellenden Verurteilungen von Ärzten und der katholischen Kirche in Sachen 'Pille danach'!
Wenn schon 'Kontrolle' von Klinikambulanzen, dann bitte die Ergebnisse mit Kliniken, Ärzten und der Kirche konstruktiv besprechen, jedoch keinerlei Unterstellungen und globalen Folgerungen gegen die Kirche und die Ärzte.
Uns sind diese Vorwürfe peinlich, zumal derartiges Verhalten von frommen Prolifern die Lebensrechtsarbeit - auch von uns Ärzten! - in ein schlechtes Licht stellt und schädigt.
Vorwürfe
Wir zitieren folgende konkreten Vorwürfe in den Medien:
1) Tagesspiegel Berlin:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/skandal-in-koeln-aggressive-abtreibungsgegner-schicken-detektive-inkliniken/7667064.html
2) Kölner Rundschau:
http://www.rundschau-online.de/koeln/abweisung-an-koelner-klinik-brachten-abtreibungsgegner-den-stein-ins-rollen- ,15185496,21516382.html
Umfrage unter Prolifern
Liebe christliche / katholische Prolifer in Deutschland und anderswo,
sehr geehrte Medienvertreter und Arztkollegen,
liebe Mitglieder von Gebetskreisen für das Leben,
es geht um den 'Skandal' um verweigert Hilfe in zwei gynäkolog. Ambulanzen katholischer Krankenhäuser in Köln (mehr) nach angeblicher Vergewaltigung, der seit dem 17.1.2013 hochkocht.
Heute (21-1-2013) schreibt die Köner Rundschau, ultrakonservative Prolifer seien wegen ihrer Täuschungsaktion mitschuldig:
(http://www.rundschau-online.de/koeln/abweisung-von-vergewaltigungsopfer-taeuschungsaktionen-beeinflussten-die-kliniken-,15185496,21516382.html)
"Täuschungsaktionen von Abtreibungsgegnern könnten dazu beigetragen haben, dass Ärzte zweier katholischer Krankenhäuser in Köln das Opfer einer Vergewaltigung abgewiesen haben. Die Aktionen könnten die Kliniken beeinflusst haben. Von Stefan Sommer
Frage an die Prolifer
FRAGE vom BKÄ und European pro-Life Doctors:
1) Wie stehen Sie zu solchen 'Tests von Klinikambulanzen''?
2) Hat 'die katholische Kirche' dann wirklich Mitschuld, wenn solche Frauen anderswohin verwiesen werden??
(Auch ich als Bereitschaftsarzt bin verpflichtet, der Frau in Not andere Adressen zu nennen, natürlich unter Hinweis, daß ich eine potentielle Frühabtreibung durch die 'Pille danach' für ethisch verwerflich halte!)
3) Ruht Segen auf solchem Tun, Klinikambulanzen heimlich zu testen und diese dann öffentlich zu diffamieren?
Und dies, obwohl diese KEINE 'Pille danach' verordnet haben?
Hätte man solche negativen 'Ergebnisse' oder 'Lücken' in der ärztlichen Versorgung nicht konstruktiv und diskret mit diesen Häusern besprechen und regeln können?
Was bezwecken solche Prolifer, wenn man Mitchristen 'überführt' und die Kirche als Ganzes bloßstellt?
Lebensrechtsbewegung + Ärzte
4) Was kann die deutsche Lebensrechtsbewegung (BVL, TCLG, …) tun, um solche Aktionen klarzustellen und zu unterbinden, die die ganze christliche Lebensrechtsbewegung diffamieren und bei Mitchristen in ein schlechtes Licht rücken?
(Achtung, auch wir BKÄ-Ärzte leiden unter solchen Ergebnissen, denn uns wird mit unserer konsequenten Prolife-Haltung unterstellt, wir seien eins mit jenen 'Ultra-Konservativen' und deren Praktiken und Zielen und seien daher inaktzeptabel für Kirche und Gesellschaft.
Die Reaktionen nach dem Mannheimer Katholikentag 2012 sprechen eine deutliche Sprache, in welche Ecken man dann gedrängt werden kann …)
5) Was können WIR Prolifer / Ärzte / Christen tun, um aus der Schmuddelecke herauszukommen und mit den christlichen Ärzten und Kliniken korrekt und seriös zusammenarbeiten, ohne uns gegenseitig zu diffamieren und um den Lebensschutz zu optimieren?
Danke für eine kurze, hilfreiche Stellungnahme!
Wir BKÄ- und EPLD-Ärzte würden gerne an einer Öffentlichkeitsaktion teilnehmen.
Mit freundlichen Grüßen aus München
Ihr
Dr.(I) Gero Winkelmann,
Prakt. Arzt + Leiter des Bund Katholischer Ärzte,
Arbeitskreis Lebensrecht
Truderinger Str. 53
D - 82008 Unterhaching
Tel. 089 - 6150 1717
www.bkae.org (Extraseiten für Klinik / Frauenärzte / Vergewaltigung, Köln)
www.epld.org (Europ. Pro-Life Doctors)
Schluß
Vielen Dank für Ihr Interesse! Mit freundlicher Empfehlung
gez.
Dr. (I) Gero Winkelmann,
(Leiter der BKÄ-Ärztevereinigung)
Weitere Infos auf dieser Website unter:
Kurz, Aktuelles, Neue Websites hier, Interesse & Mitarbeit,
Info-Flyer zu diversen BKÄ-Themen und Regionen bestellen unter info[at]bkae.org
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