Kurz
Gedanken zur "Nächstenliebe bei der Organspende"
Thema: Erzwungene Nächstenliebe und unfreiwillige Organspende?
Lieber Arztkollege und Besucher*,
unser katholische Ärztevereinigung BKÄ und die Partnerorganisation EPLD (European Pro-Life Doctors) erreichen öfters Hinweise auf die Pflicht zur Organspende auf Grund des Gebotes der Nächstenliebe.
Der vorhergehende Leserbrief (mehr) stellt die Verwendung des Begriffes "Nächstenliebe" in Frage.
Aspekte zur Nächstenliebe
Hier einige weitere Aspekte, formuliert von Dr. Gero Winkelmann
1. Der Begriff "Nächstenliebe" sollte mit Vorsicht benutzt werden.
Er darf nicht als 'Totschlagargument' gegenüber praktizierenden Christen und
Kritikern des derzeitigen Hirntodmodels verwendet werden.
2. Nächstenliebe sollte nicht als Pflicht, als 'Befehl' oder ähnliche auswegslose, kompromisslose Vorschrift für Christen und Bürger dargestellt werden.
Vorsicht vor 'Nächstenliebe'
3. Vorsicht vor fehlgeleiteter Nächstenliebe, als Massenphänomen:
Berechtigte Kritik und Vorbehalte dürfen nicht derart und einfach übergangen oder gar lächerlich gemacht werden.
4. Man fragt sich:
Dient der Begriff "Nächstenliebe" unserem Zeitgeist vielleicht als willkommenes Mittel zur Durchsetzung seiner unguten Forderungen?
Fallen fromme Christen auf derartigen Druck hinein, trauen sich nicht mehr zu protestieren oder so zu denken und fügen sich, anstatt wachsam und mißtrauisch zu sein?
Versäumte Seelsorge bei 'Hirntoten'?
Es taucht sogar die unheimliche Frage auf:
Wird durch "Nächstenliebe" von der nötigen geistlichen Begleitung unserer Sterbenden ('Hirntoten'!) abgelenkt?
Fakt:
Schon vor Jahren(ca. 1988) kamen bei einer Umfrage von Dr. Winkelmann bei Krankenseelsorgereferaten in bayerischen Diözesen traurige Fakten zum Vorschein:
An einem Klinikum wurde sogar das Sakrament der Krankensalbung (mehr) verweigert, weil man solche Mitmenschen schon für tot halte, nachdem sie von Ärzten offiziell für erklärt worden seien.
Außerdem dürfe man 'Toten' somit keine Sakramente mehr spenden ...
Papst und Organspendeausweis
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
die Nachricht von der Entkräftung des Argumentes, der Heilige Vater sei im Besitz eines (gemeint ist natürlich gültigen) Organspendeausweises, durch den Privatsekretär des Papstes verbreitet sich immer mehr.
Die Nachrichtenagentur Zenit berichtete am 1. 02. 2011 und Gloria Global am 2. 02. 2011 darüber.
Hier die Links:
2) http://www.gloria.tv/?media=127593
Schluß
Vielen Dank für Ihr Interesse und mit freundlicher Empfehlung
gez.
Dr. Gero Winkelmann, Leiter des BKÄ
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