Pro choice - Zwist um das Lebensrecht des Ungeborenen - kurz

Die christlich-ärztlichen Lebensrechtsinitiativen European Pro-Life Doctors (EPLD) und der Bund Katholischer Ärzte und Zahnärzte (BKÄ) diskutieren den jüngst aufgekommenen Begriff 'Pro Choice' als Argument für eine freie Entscheidung FÜR Abtreibung. Den Organisatoren des bekannten und traditionellen 'Marscxh für das Leben' in Berlin und einem Bischof wird vorgeworfen, dort indirekt eine Pro Choice-Haltung zu tolerieren (2019). Dieser Zwist, primär als Fake-News gesehen, veranlasste das Münchner Büro von EPLD und BKÄ, unter Arztkollegen und Prolifern eine Umfrage zu starten, was diese von den Begriffen 'Respekt vor der Entscheidung', Selbstbestimmungsrecht der Frau zu wahren und die Entscheidungsfreiheit zu achten. Für die Lebensrechtsärzte gilt es, sich konkret und kompromisslos FÜR das Recht auf Leben des ungeborenen Kindes einzusetzen.

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Brief an die Prolife-Verantwortlichen - Bitte um Neuformulierung

Am 16.9.2019 schrieb das München BKÄ-EPLD-Büro an Verantwortungsträger der deutschen Prolife-Bewegung:


 

Sehr geehrte, liebe Organisatoren des Marsches für das Leben,

sehr geehrte leitende Prolife-Verantwortliche, -Freunde und Prolife-Arztkollegen,
sehr geehrte Mitarbeiter von SE Erzbischof Heiner Koch in Berlin,

meinen aufrichtigen Dank für Ihre sachlichen Antworten in Sachen Fake-News-Vorwürfe gegen den Marsch für das Leben am 21.9.2019 in Berlin.
Ich stimme Ihnen zu.
Trotzdem bleibt aber für mich ein Haar in der Suppe:

 

Gestatten Sie mir daher eine Kritik an:
1. Ihrer spontanen Gegen-Erklärung auf Ihrer Website, 13.9., (Bundesverband Lebensrecht),

2. der mißverständlichen Wortwahl von SE Erzbischof Koch am 6.3.2019 in der  ZDF -Talksendung mit Frau Hajali  'Respekt').

Ich schlage als langjähriger Prolife-Arzt vor, die unglücklichen Formulieren baldmöglichst, also noch vor dem Berliner Marsch für das Leben, klarzustellen.

Gerade als christliche Prolifer dürfen wir nicht die relativierenden und verharmlosenden Begriffe 'Respekt' und 'gleichermaßen Wahrung des Selbstbestimmungsrechtes der Mutter…' akzeptieren.

Wir müssen uns klar und konsequent FÜR das Recht auf Leben des ungeborenen Kindes einsetzen, ohne Kompromisse.

Als Arzt erinnere ich an die schwierige medizinisch-psychische Situation der Mutter, wir dürfen Sie nicht alleine lassen ('Respekt') und auch nicht unsere Augen zudrücken und dadurch doch ein Verständnis für eine Abtreibung signalisieren.

Und denken Sie auch an unser indirektes Signal für die Abtreibungsmediziner, die man für eine Kindertötung braucht…

 

Gerne höre ich von Ihnen und bitte um Verständnis, wenn ich die sog. 'Fake-News' aus München nicht einfach abtue, sondern mir überlege, was Gott uns damit sagen möchte.
Und daß wir Prolifer in Sachen Wortwahl etwas lernen und besser machen sollten, also über dem Zeitgeist zu stehen.
Auch wenn es unmodern klingt…

 

Mit allen guten Wünschen und mit freundlichen Grüßen aus München

Ihr

Dr.(I) Gero Winkelmann

Prakt. Arzt, Leiter der Lebensrechtsinitiativen EPLD und Bund Katholischer Ärzte, Arbeitskreis Lebensrecht; FCP-Prolife-Initiative


Die Umfrage unter Ärzten als pdf-Datei:   Hier  AKTUELL
 

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Konkrete Kritik an Formulierungen

Auch wenn den Fake-News über eine falsche Ideologie beim ‚Marsch für das Leben‘ in Berlin am Sa, 21.9.2019 widersprochen wurde, stellen sich leider immer noch oder jetzt erst recht zwei Fragen zum Abtreibungs-Thema 'Prolife- Pro Choice':

a)  Das Selbstbestimmungsrecht der Frau gegenüber d. Lebensrecht d. Kindes wahren,
b)  die Entscheidungsfreiheit der schwangeren Frau achten, sogar respektieren.

Mit Bedauern muss ich immer noch permissive, liberale Begriffe in einer ganz aktuellen Stellungnahme lesen:

1)  Auf der Website des Bundesverband Lebensrecht (BVL) steht seit 13.9.:

….  Unsere Position zum Schwangerschaftskonflikt ist es, eine Lösung zu finden, mit der das Selbstbestimmungsrecht und das Lebensrecht der Mutter und des Kindes gleichermaßen gewahrt werden.‘
(Link: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/fake-news-ueber-angebliche-catholics-pro-choice-teilnahme-am-marsch-fuer-das-leben-in-berlin/)

2)  In der ZDF-Sendung Dunja Haijali vom 6.3.2019 sagte der Berliner Erzbischof Heiner Koch:  (44.18):
Ich respektiere, so wie ich das Kind respektiere, die Mutter und auch die Entscheidung, die ansteht.“
(Quelle:  https://www.zdf.de/politik/dunja-hayali/dunja-hayali-060319-100.html

Im Blick auf diese Aussagen ist für mich die Lage weiterhin brenzlig und unklar!


 

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Reaktionen

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Schluß

Vielen Dank für Ihr Interesse! Mit freundlicher Empfehlung
gez. 

Dr.(I)  Gero Winkelmann,
(Leiter der BKÄ-Ärztevereinigung)

 


1.  Informationsmateribestellen unter info[at]bkae.org  oder telefonisch.

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