Papst Franziskus zur Homosexualität 2013 - Kurz
Sehr geehrter Besucher,
lieber Arztkollege, Medizinstudent, Geistlicher,
Papst Franziskus zur Homosexualität
Meldung -
Ärztliche Klarstellung und Forderungen
6-8-2013
Aus ärztlicher Sicht erfordern die kürzlichen Äußerungen von Papst Franziskus zum Umgang mit homosexuellen Männern in der Kirche eine Klarstellung, denn sie werden im Sinne von ‚gay is okay‘ von manchen Kräften falsch interpretiert.
Zum Text: hier
Kurzfassung der Meldung
Papst Franziskus zur Homosexualität
Meldung -
Ärztliche Klarstellung und Forderungen 6-8-2013
Aus ärztlicher Sicht erfordern die kürzlichen Äußerungen von Papst Franziskus zum Umgang mit homosexuellen Männern in der Kirche eine Klarstellung, denn sie werden im Sinne von 'gay is okay' von manchen Kräften falsch interpretiert.
a) Der Bund Katholischer Ärzte sagt "gay ist eben nicht o.k".
b) Wir sehen das eigentliche Problem nicht in den sog. ‚Seilschaften‘, sondern im sexuellen im Tun und im typischen Denken und Fühlen von Homosexuellen.
Zu dieser Fehlhaltung zählen wir auch das stete Bestreben nach Legalisierung der Homosexualität und das Verlangen von Manchen nach Verführung.
Daher können wir Homosexualität generell nicht als nur ‚harmlose Neigung‘ sehen.
c) Wenn schon ‚Brüder sein‘, und ‚gutwillige Homosexuelle müssten in die Gesellschaft integriert werden‘, wie Papst Franziskus sagt, dann mit Umsicht (denn es besteht ja weiterhin ein gesundheitlich-seelisches Problem) und mit Verantwortungsbewußtsein im eigenen Umfeld, um Jugendliche oder labile Menschen zu schützen.
d) Die grundsätzliche Forderung, niemanden zu verurteilen, "der den Herrn sucht und guten Willen hat", schließt zwingend mit ein, daß dieser wirklich umgekehrt ist und fachliche Hilfe erfahren hat.
Wunsch und 'guter Wille' alleine reichen nicht aus.
Die päpstlichen Äußerungen veranlassen uns daher zu folgendem ärztlichen Aufruf: 1) Der BKÄ fordert ein Umdenken im Verhalten von Kirche und Ärzteschaft: - Es gibt heute spezifische ärztliche, psycho-therapeutische und geistliche Hilfen und Therapien. - Hierfür bedarf es einer Aktualisierung der Klassifikation nach ICD 10. - Auch fordert der BKÄ, die Ursachen und Gefahren des risikoreichen Sexualverkehrs und den Zustand der hierfür verantwortlichen geistigen Unordnung dieser Mitmenschen zu erforschen, zu erkennen und den Menschen fachliche Hilfe anzubieten. Leiden zu lindern und sogar Heilung sind möglich und anzustreben. 2) Hilfe für homosexuelle Priesteramtskandidaten, statt bloßer Ausschluß. 3) Kirche und Ärzte sollten gemeinsam den massiven Gegenangriffen von Ideologen und Politikern begegnen, die u.a. fachliche Hilfen für Homosexuelle verhindern. gez. Dr.(I) Gero Winkelmann, Leiter des Bund Katholischer Ärzte, München, + AK Homosexualität.
Ergänzende Betrachtungen I.
bei der Vorbereitung der BKÄ-Pressemeldung hatten wir noch folgende Texte vorbereitet:
b) Der Ausschluß von homosexuellen Priesteramtskandidaten von der Priesterweihe durch den Vatikan-Erlass von 2005 ist zu korrigieren.
– Kein brüskes Kapitulieren vor den Taten und dem Denken von psychisch belasteten Menschen, die Geistliche werden wollen.
Man darf sie nicht aus Angst vor dem Zeitgeist und manchen Medien und wegen der Sexualskandale (USA, Irland, ...) aussperren oder wegjagen.
Vielmehr ist ihnen fachliche Hilfe zu gewähren, wobei auch neue Verfahren zum Einsatz kommen sollen.
Auch der BKÄ fordert ein klares Nein zur Diskriminierung von Homosexuellen.
Jedoch ist Papst Franziskus‘ Forderung nach ‚niemals diskriminieren‘ u.E. so nicht im Katechismus hinterlegt.
Wir Ärzte raten daher zur Wachsamkeit und sagen ein ebenso klares Nein zu gesundheits-schädlichem Verhalten und dessen Tolerierung.
Kirchliches Leben verträgt sich nicht mit potentiellen oder aktiven homosexuellen Praktiken, Denk- und Verhaltensweisen.
II. Ärztliche Aspekte
Der BKÄ fordert seit Jahren ein Umdenken im Verhalten von Kirche und Ärzteschaft:
Ein breit gefächertes Angebot von Therapien und Hilfen (ärztlich, psychotherapeutisch, geistlich). (mehr)
Diese müssen allerdings erst einmal ausgearbeitet, evident und publik gemacht werden.
Und hierfür ist das Haupthindernis, die einstmalige Abschaffung des Krankheitsbegriffs ‚Homosexualität‘ im ICD 10, rückgängig zu machen.
Statt des mißverständlichen Begriffes 'krank' muß dringend ein wissenschaftlich korrekter Begriff gefunden werden, der Hilfen und Therapie zulässt.
III. Widerstand
Schließlich sollten Kirche und Ärzte auch den massiven Gegenangriffen von Ideologen und Politikern begegnen, die homosexuelles Verhalten als normal ansehen, Hilfen ablehnen und gerade christliche Kräfte bedrängen.
Kommentar: 'Priester'
ad b) Sie stören sich daran, daß Homosexuelle vom Priesteramt ausgeschlossen werden.
Jeder Mann der eine gestörte Bindungsfähigkeit aufweist und nicht ehefähig ist, kommt als Priesterkandidat nicht in Frage.
Kardinal Bertone hat darauf hingewiesen, daß über 80% der als pädophil angesehenen Priester tatsächlich homosexuell waren und sich an Adoleszenten vergangen haben, strikt gesehen also ephebophil waren.
Papst Benedikt hat weise gehandelt und keineswegs diskriminierend im Sinne von herabsetzen, benachteiligen.
Der Priester soll der Kirche dienen und damit unserem Herrn Jesus Christus, an den er sich für eine Ewigkeit bindet.
Schon um des Seelenheils der Kandidaten willen, muß sorgfältig auf deren Ehefähigkeit geachtet werden.
D.h. keineswegs, daß in diesem Sinne ungeeignete Kandidaten nicht auf eine Behandlung bzw. Heilung hingewiesen oder zugeführt werden sollten.
Frau Dr. K.
Kommentar: 'Diskriminierung'
Wertfrei gesehen muß die Kirche selbstverständlich unterscheiden (diskriminieren).
Wenn Papst Franz davon spricht, daß Homosexuelle niemals diskriminiert werden dürfen, meint er wohl in diesem Zusammenhang, daß kein Homosexueller herabgesetzt werden dürfe.
Kommentar: 'Integration'
c) Wir sind irritiert, daß die aus dem Katechismus der Kirche ableitbare Forderung von Papst Franziskus im Interview, gutwillige Homosexuelle in die Gesellschaft zu integrieren, dergestalt mißverstanden wird, der Heilige Vater habe damit eine Billigung homosexueller Praktiken und homosexueller Lebensweisen ausgesprochen und die soziale Institutionalisierung homosexueller Lebensmodelle durch die Gesellschaft eingefordert.
Vielmehr zeigt seine Berufung auf den Katechismus, daß diese Integration nicht 2357 des Katechismus zuwider gehen darf, nachdem homosexuelle Handlungen 'in sich nicht in Ordnung' sind und setzt bei den 'gutwilligen Homosexuellen' voraus, sich gem 2359 des Katechismus bemühen enthaltsam zu leben."
http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P8B.HTM
Wir sollten keinesfalls hier ebenfalls den Heiligen Vater mißverstehen, zumal er sich tatsächlich ja klar und unmißverständlich geäußert hat
Bedauerlicherweise verstehen ihn zwei Lager bewußt und aus verschiedenen Motiven falsch ....
http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_und_r%C3%B6misch-katholische_Kirche
gez. Arzt K. aus NRW
Medienecho
Die BKÄ-Pressemeldung vom August 2013 wurde weiterveröffentlicht von:
Kath. Nachrichtenagentur Kath.net:
www.kath.net/news/42366
Schluß
Vielen Dank für Ihr Interesse!
1. Gerne senden wir Ihnen Informationsmaterial zu, auch zum Weitergeben. Bitte bestellen unter info[at]bkae.org
2. Weitere Infos auf dieser Website unter:
Kurz, Interesse & Mitarbeit,
Zurück zu: Kirche Internat., Bischöfe + HS, Deutschland, Start, Stichwort,
Installation dieser Seite am 7-8-2013 Gedenktag der Hl. Afra + Kajetan, gw, Remake 6-8-2015, last update am 11-7-2015, Aktualisierung 3-7-2023





