Vorwurf mangelnder Ökumene - kurz
Sehr geehrter Besucher,
lieber Arztkollege, Zahnarzt, Psychotherapeut, Medizinstudent, Geistlicher, ..
die Vereinigung Katholischer Ärzte BKÄ sieht sich aus Münchner Ärztekreisen dem Vorwurf der Arroganz und mangelnder Ökumene ausgesetzt, wenn sie zu monatlichen Treffen katholischer Ärzte in München einlädt, ohne dabei explizit auch nicht-katholische Christen zu benennen.
Auch seien im Vereinsnamen keine ÄrztInnen benannt.
Der BKÄ nimmt diese plötzliche Kritik zum Anlaß, Stellung zu nehmen.
Gehässiger Vorwurf
Eine Münchner Internistin schreibt am 17.12.2017 eine geharnischte Mail an das Münchner BKÄ-Büro, nachdem wenige Tage zuvor ein Einladungs-Fax an katholische Kollegen in dieser Gemeinschaftspraxis geschickt worden war:
Sehr geehrter Herr W.,
wir möchten in Zukunft auf Ihre Faxe verzichten.
1) Sie bezeichnen sich explizit als Ärzte- die große Zahl der Ärztinnen bleibt ausgespart.
2) Sie betonen katholisch – die große Zahl der Christen anderer Konfessionen bleibt ebenfalls ausgespart.
Falls einer von Ihnen jemals einen Gottesdienst in St. Michael besucht hat, wird ihm nicht verborgen geblieben sein, dass Ihre Art der arroganten Selbstbeschränkung durch Exklusion von Glaubensbrüdern und – schwestern genau das Gegenteil von dem ist, was von den Jesuiten gepredigt und vorgelebt wird.
An höchster Stelle hat auch Papst Franziskus ökumenische Gottesdienste auf Augenhöhe mit seinen – auch von ihm so bezeichneten – Brüdern und Schwestern im Glauben zelebriert.
Kurzum, wir befinden uns in guter Gesellschaft, wenn uns das Informationsmaterial einer so engstirnigen Vereinigung wie der Ihren nicht zusagt.
Mit freundlichen Grüßen ....
1. Stellungnahme, kollegialer Brief an die Beschwerdeführerin
Am 17.12.2017 schreibt das Münchner BKÄ-Büro:
Sehr geehrte Frau Kollegin ... in der Gemeinschaftspraxis (4 Ärzte)
jetzt bin ich ratlos über Ihre Antwort auf mein Einladungsfax, mit welchem ich die Herren Kollegen N und J. als katholische, langjährige Kollegen und Mitchristen informieren und zu unseren längst bekannten, monatlichen Münchner BKÄ-Ärztetreffen einladen wollte.
Natürlich möchte ich Sie (unbekannterweise) nicht belästigen, wenn Sie mein Fax - gerne - ebenfalls gelesen haben.
Ich kenne die beiden Kollegen seit bald 30 Jahren.
Mich wundert es schon, daß Sie mit Ihrer seltsamen Meinung über das Katholischsein zu meinen beiden Kollegen passen.
Ich vermute daher, daß Sie nicht katholisch sind.
1. Ihrem Vorwurf, im Namen 'Katholische Ärzte' nicht den Begriff 'Ärztin' zu nennen, kann ich absolut nicht folgen.
(Natürlich sind im Begriff 'katholische Ärzte' auch und gerade FRAUEN enthalten!
Auch Medizinstudentinnen, Psychotherapeutinnen, Seelsorgerinnen, Apothekerinnen, ...)
2. Ebenso verstehe ich auch nicht, daß wir nicht ökumenisch seien.
(Nein, wir sind bewußt und gerne katholisch - denn es gibt international seit 130 Jahren den Begriff der 'katholischen Ärztearbeit' und nicht den einer unspezifischen 'christlichen Ärzte'.
Es gibt gewaltige konfessionalle-professionelle Unterschiede.).
Als Beweis, daß wir Ökumene praktizieren, führe ich an, daß der BKÄ hat in den vergangenen Jahren dreimal auf dem 'Christlichen Gesundheitskongress' in Kassel und Bielefeld ausgestellt hat, der unter evangelische Initiative anstanden ist und geletet wird.
In diesem Sinne hier ein Link zu unserer Website 'Ökumene':
1. Evangelische Ärzte: http://www.bkae.org/index.php?id=645
2. Ökumene: http://www.bkae.org/index.php?id=87
3. Nicht-Katholiken: http://www.bkae.org/index.php?id=450&L=de%3Fiframe%3Dtrue
Diese Seiten gibt es schon seit 2006, nachdem wir seit 2004 in München und bundesweit arbeiten.
3) Daß die Münchner JESUITEN Ihre Heiligen Messen grundsätzlich im 'ökumenischen' Stil feiern und die Verehrung unserer Patrone St. Kosmas & Damian (mehr) dort nicht primär katholisch begangen wird, halte ich für eine unhaltbare und beleidigende Behauptung.
Ich erlaube mir, Ihre vorwurfsvolle und mich / den BKÄ ablehnende Meinung meinen o.g. Kollegen mitzuteilen.
Vielleicht gelingt es ihnen, Mißverständnisse in Glaubensfragen innerhalb Ihrer Praxis richtig zu stellen.
4) Zum Schluß:
Wen meinen Sie mit 'uns', daß Ihnen das BKÄ-'Informationsmaterial' (Welches? Nur die Einladungen zu kathol. Ärzteveranstaltungen in München?) nicht zusagt?
Ist jemand in Ihrer Praxis oder anderswo außer Ihnen ebenfalls mit mir / dem BKÄ nicht einverstanden?
Gerne würde ich Mißverständnisse richtig stellen.
Insbesondere mein Verhältnis zu den beiden Kollegen möge nicht leiden.
Ich werde ab sofort keine Faxe mehr an Dr. Heisel in Ihrer Praxis senden.
Mit allen guten Wünschen zum Advent und für Sie persönlich verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr.(I)Gero Winkelmann, Prakt. Arzt, ÄBD-Arzt, Leiter des Bund Katholischer Ärzte
2. Weiterleitung an BKÄ-Kollegen zwecks Information und Kommentar
Liebe verantwortliche Münchner BKÄ-Kollegen,
in diesen heiligen Tagen kommen seltsame Vorwürfe aus der Münchner Ärzteschaft zum Vorschein, nachdem
Einen derartigen Gegenwind sollten wir ernst nehmen, - nicht als Schuldzuweisung - auch als eine Bestätigung für unseren Kurs, denn m.E. zeigen diese Vorwürfe, wie schlecht es mit dem katholischen Glauben bestellt ist, gerade unter manchen Akademikern.
Und was das Ökumene-'Geschrei' für ideelle Schäden anrichtet und klare katholische Haltungen torpediert.
Danke für Ihr Gebet und Ihre Meinung und Stärkung in unserer Haltung.
Herzliche Adventsgrüße - Ihr G. Winkelmann
Antworten aus dem Kollegenkreis:1) Eine Kollegin aus dem BKÄ-Leitungsteam antwortet lapidar:
Lieber Herr Kollege Winkelmann,
der Laie staunt, der Fachmann wundert sich…..
Frau Kollegin XY hat, mit Verlaub gesagt, eine ... locker.
Solche Typen und Typinnen sind mit Argumenten nicht zu überzeugen. Das wollen sie ja auch gar nicht.
Wie meine Tochter sagt:
Lächeln und winken. (und sich seinen Teil denken).
Für sie beten ist sicher auch löblich: das tut auch einem selber gut.
Schluß
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Mit freundlicher Empfehlung
gez.
Dr.(I) Gero Winkelmann
Leiter des Bund Katholischer Ärzte
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